Dolores O' Riordan

(The Cranberries)




Ein musikalischer Nachruf

 „The Cranberries“ für mich persönlich eine der Bands der 90er. Und was wären die Cranberries ohne die herausragende Stimme und das Gesicht ihrer Sängerin Dolores O’Riordan? Leider ist  Dolores O’Riordan im Alter von 46 Jahren im Januar 2018 tragisch verstorben ... ertrunken in der Badewanne eines Hotelzimmers nach Konsum einer größeren Menge an Alkohol. Auf die brennende Frage nach dem „warum“ gibt es keine einfache Antwort. Die charismatische Sängerin schaffte den Aufstieg aus schwierigen Familienverhältnissen auf dem irischen Land zum von vielen Fans weltweit bewunderten Star. Sie war in dieser Zeit eine der reichsten und bekanntesten Frauen Irlands. 

Mein etwas anderer Nachruf begleitet Dolores O’Riordan mit einer Auswahl ihrer größten Songs durch wichtige Stationen ihres (musikalischen) Lebens. Eine intensive und emotionale Zeitreise ohne „happy end“. (Die Songs zum Anhören einfach anklicken.)

1989 Gründung der Band unter dem Namen „The Cranberry Saw Us“ 

1993 Erstes Album „Everybody else is doing it, so why can’t we?“ 

Die Cranberries „haben es getan“ und sind im folgenden Jahr dann ganz durchgestartet. 

1994 erfolgreichstes Album „No need to argue“ (ca. 13 Mio. Verkäufe) mit dem Hit „Zombie“ 

Song 1: Zombie (1994)

Der Protestsong gegen den Nordirlandkonflikt handelt von einem Bombenanschlag der IRA, bei dem auch zwei Jungen getötet werden. Der Song erlangt Platin-Status und katapultiert die Cranberries steil nach oben auf die ganz großen Bühnen. So treten sie auch beim Woodstock-Festival 1994 aus Anlass des 25-jährigen Woodstock-Jubiläums auf. Mir zeigt der Auftritt bei diesem Festival aber auch die Herausforderung eines Künstlers, der ganz oben steht, in Menschenmassen badet, dabei durch seine Musik auch in seine Seele blicken lässt und doch mit sich alleine ist. Im Text des Songs „Dreams“ heißt es: „Oh my life, it’s changing every day ,in every possible way; and oh my dreams, it’s never quit as it seems, never quit as it seems“. 

Macht euch am besten selbst einen Eindruck: 

Song 2: Dreams (1994)

1996 – 2002 Der Erfolg der Band nimmt deutlich ab 

1996 erscheint das 3. Album der Band „To the faithful departed“. Auch wenn der ganz große Hit nicht dabei ist; ein hörenswertes Album mit grandiosen Songs wie „Salvation“ und „Free to decide“. Es wird jedoch vom Musikmagazin Q als „schlechtestes Album aller Zeiten“ bezeichnet. Aber vielleicht handelt es sich bei „Q“ einfach auch nur um das schlechteste Musikmagazin der Welt. Na gut … es darf jeder seine Meinung haben oder anders ausgedrückt: 

Song 3: „Free to decide“ (live in Paris 1999

Das 5. Album „Wake up and smell the coffee“ aus dem Jahr 2001 wird nur noch 320 000 mal verkauft. Immer wieder gibt es Gerüchte um die Auflösung der Band. Konzerte werden abgesagt mal wegen psychischer Probleme und mal wegen akuter Rückenschmerzen der Sängerin. Nach einem Todesfall in ihrer Familie wird aus den Gerüchten dann doch Wahrheit. 

2003  Auflösung der Band 

2009 Reunion 

Die Cranberries sind zurück auf der Bühne. Die Band lebt nach wie vor von der Stimme, der Ausstrahlung und der Intensität ihre Frontfrau, die mittlerweile auch Mutter dreier Kinder ist. Normalerweise müsste man schreiben „glückliche Mutter dreier Kinder“. Aber bei Dolores O’Riordan liegen Glück und Schmerz sehr eng beieinander. In den Phasen des Schmerzes hat sie nach eigener Aussage ihre besten Songs geschrieben. Hierzu zählt für mich auch der Song „Linger“, der von einer enttäuschten Liebe handelt. Vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte von Dolores O’Riordan bekommt der Auftritt in Jakarta nochmal eine ganz besondere Intensität. Man kann erspüren, dass der Weltschmerz in ihrer Stimme aus ihrem Innern kommt. 

Song 4: Linger (live in Jakarta 2011)

Die streng katholisch erzogene und gläubige Künstlerin leidet immer wieder unter extremen Stimmungsschwankungen, die dann auch im Jahre 2015 von Ärzten als bipolare Störung diagnostiziert werden. Das folgende Lied „Salvation“ handelt zwar von der Suche nach einer „Erlösung“ durch Drogen und ist ein Appell gegen deren Missbrauch („Salvation is free“), aber auch Dolores O’Riordan ist auf der Suche nach ihrer persönlichen Erlösung. Sie überlebt im Jahre 2013 einen Selbstmordversuch. 

Song 5: Salvation (live in Jakarta 2011

2009 - 2017 Weitere Alben und Tourneen 

Es folgen trotzdem nochmal diverse Tourneen und 2017 das Album „Something Else“, eine Neuaufnahme ihrer größten Hits in Zusammenarbeit mit dem Irish Chamber Orchestra. Am 14. Dezember 2017 steht Dolores O’Riordan in New York zum letzten Mal auf der Bühne. 

15. Januar 2018 Tod in einem Hotelzimmer in London 

Ihr tragischer Tod kommt trotz der Vorgeschichte für alle überraschend, auch für ihre Bandmitglieder, und ist ein großer Verlust. In ihren Songs lebt sie jedoch weiter, auch für die große Familie ihrer Fans. In „Ode to my family“ geht es um ihre Eltern … ein passender Song um Dolores O’Riordan in würdiger Erinnerung zu behalten. Danke für die ehrliche und gefühlvolle Musik! 

Song 6: Ode to my family (1994) 

„Understand what I've become
 It wasn't my design
 And people everywhere think
 Something better than I am
 But I miss you, I miss
 'Cause I liked it, 'cause I liked it
 When I was out there
 D'you know this, d'you know
 You did not find me, you did not find“ 

(Ode to my family, Dolores O’Riordan und Noel Hogan)

Habt ein Auge auf eure Mitmenschen! 

Euer DJ Shaepherd 

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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:The_Cranberries,_Enmore_Theatre_(6871311538).jpg 

Bruce Springsteen

Dancing in the Dark

Als erstes musikalisches Gewächs auf der Ohrenweide habe ich für euch einen altbekannten und leicht verdaulichen Klassiker ausgewählt: „Dancing in the dark“ vom Boss Bruce Springsteen und das obwohl ich kein amtlich ausgewiesener Springsteen-Fan bin. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Man muss auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen in alle Richtungen offen bleiben. Warum dennoch dieser Song? Er zählt zu meinen Entdeckungen des Jahres 2019 und macht mir einfach verdammt gute Laune. Da gibt es Vibrations, die ich nicht genauer zu erklären vermag. Die Chemie zwischen dem Boss und mir stimmt jedenfalls bei diesem Song.  Sozusagen Liebe auf den 2. Klang. [Dabei war ich 1984, dem "Geburtsjahr"des Songs, SPRINGsteen musikalisch noch relativ nahe (bevor es mich kurz danach in „hart-steinige“ musikalische Regionen verschlagen hat). Jedenfalls befindet sich noch ein Album von einem gewissen Rick SPRINGfield („Celebrate Youth“) in meiner Kassetten-Sammlung.] Um was geht es bei der Nummer?
Im Song geht es um die Frustration des lyrischen Ichs , das mit der Alltäglichkeit und Aussichtslosigkeit seines Lebens nicht zufrieden ist: Jeden Abend gehe er zur Arbeit, komme morgens müde heim, gehe ins Bett, sei nichts als müde und leide unter der Stumpfsinnigkeit seiner Existenz. Der Sänger fordert das lyrische Du zum gemeinsamen Ausbruch aus der Leb- und Lieblosigkeit der alltäglichen Routine (Hey, Baby...), auch wenn man dabei nur im Dunkeln tanze.“ [Quelle: Wikipedia]
Im Dunkeln ist zwar gut munkeln, aber tanzen? Kann ein lyrisches Ich überhaupt tanzen … mal ganz unabhängig von den Lichtverhältnissen? Und mit wem tanzt es eigentlich? Alleine? Mit dem Wolf? Mit dem lyrischen Du? Einige Antworten liefert das bei den MTV-Awards 1985 ausgezeichnete Video zum Song.
Kleine Anregung: Das 80er-Jahre-Hemd aus dem Schrank holen, die obersten drei Knöpfe auf, Koteletten frisieren, locker mit der Hüfte wackeln und ab geht die Post. Das „Dirty dancing“-Feeling lässt nicht lange auf sich warten. Eine ganz schöne „gun for hire“ unser lyrisches Ich. Und bei dem  lyrischen Du mit dem schmachtenden Blick handelt es sich auch nicht um die Unschuld vom Lande, sondern um die sicherlich allen bekannte Schauspielerin Courteney Cox, die unter anderem im Horrorfilm „Scream“ mitgespielt hat. Ganz schön gruselig die Frau.
Also nochmal für die Nachtarbeiter: Check im Spiegel, Bierflasche auf, Licht aus und „Dancing in the dark“.
Dass der Song auch ohne Tanzen geht zeigt die Coverversion von Amy MacDonald, die ich euch wärmstens empfehlen kann. Da hätten wir dann auch noch die sympathische Unschuld vom Lande dabei.
Ähnliche Töne, aber mit etwas weniger schottischem Akzent, schlägt die Interpretation des englisch-französischen Folk-Pop-Trios Paradisia an. Hörenswert!

Am Ende noch für alle, die Lust auf noch mehr Springsteen bekommen haben oder gefährdet sind im Corona-Mood zu versinken, hier noch ein Film-Tipp: „Blinded by the light“ von Gurinder Chadha.
Wie man so schön sagt: Ein netter „Feel-Good-Movie“.

Oder einfach mal einen zünftigen Konzertmitschnitt vom Boss schauen. Da wird gekuschelt und geknuddelt, dass die Viren nur so fliegen … von wegen 2m Abstand. War das wirklich mal so oder handelt es sich dabei nur um eine Utopie. Ich freue mich darauf, wenn diese Utopie mal wirklich werden sollte.

 

Bleibt gesund!

Euer DJ Shaepherd
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Bildquelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_Bild_183-1988-0719-38,_Bruce_Springsteen,_Konzert_in_der_DDR.jpg


Dixie Chicks

The Long way Around

Bei der zweiten Nummer auf meiner Ohrenweide handelt es sich um den Song „The Long Way Around aus dem Jahr 2006. Geschrieben und performed von der mit über 30 Millionen verkauften Tonträgern erfolgreichsten Frauenband der USA. Ja tatsächlich handelt sich dabei nicht um die Madonna-Sisters, sondern um das texanische Country-Trio Dixie-Chicks. Um den Song akustisch und die Damen etwas aktueller optisch kennen zu lernen, starten wir mit einem Live-Mitschnitt des Songs aufgenommen auf der Tour MMXVI (2016). 

Halt Stopp: Warum ich diese Nummer ausgewählt habe? Zum einem liebe ich die melancholisch eingefärbte aber dennoch positive Grundstimmung des Songs, das eingängige Arrangement der verschiedenen Instrumente und natürlich den vielstimmigen Gesang der Leadsängerin Natalie Maines und der beiden Schwestern Emily Robison und Martie Maguire.

Aber es gibt noch einen weiteren Grund für die Auswahl … sein Hintergrund. Schwingt bei dem Song nicht auch ein Hauch von trotzigem Selbstbewusstsein mit?  Mit der Botschaft: Mein Weg ist zwar länger, aber es ist eben mein Weg und ich würde ihn wieder so einschlagen. Dabei verweisen die Chicks im Liedtext auf einen größeren Rückschlag in ihrem Leben: 

„It’s been two long years now, since the top oft he world came crashing down.“

So ungefähr müssen sich die Musikerinnen, die in ihren Liedern schon immer gesellschaftlich strittige Themen aufgegriffen haben gefühlt haben als ihre Karriere quasi  innerhalb eines Augenblicks vom Steigflug (u.a. ein Grammy für das beste Country-Album des Jahres) in den freien Fall gerät. CDs der Dixie Chicks wurden fortan öffentlich verbrannt, ihre Songs wurden von den wichtigsten Radiosendern boykottiert. Was war geschehen? Wurden etwa satanische Botschaften getarnt durch „backwards masking“ bei den Chicks entdeckt? Nein es war vielmehr eine unverschlüsselte Botschaft, die den Stein ins Rollen brachte.

„Am 10. März 2003, am Vorabend des Ausbruchs des Irak-Krieges, hatte sich in London eine Million Menschen versammelt, um gegen den unabwendbaren militärischen Konflikt zu protestieren – es war die größte politische Kundgebung in der Geschichte Großbritanniens. Als die Dixie Chicks am selben Abend in Shepherd’s Bush Empire auftraten, standen die Musikerinnen offenbar noch unter dem Eindruck der Demonstrationen, und es entsprang wohl der Magie des Moments, dass die Leadsängerin Natalie Maines nach der Country-Ballade „Travellin’ Soldiers“ folgende Worte ins Mikrofon sprach: „Nur damit ihr’s wisst – wir sind auf eurer Seite. Wir wollen diesen Krieg nicht. Und wir schämen uns dafür, dass der Präsident der Vereinigten Staaten aus Texas stammt.“

[Quelle: https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/the-dixie-chicks-shut-up-sing]

Auch eine halbherzige Entschuldigung sowie der Beistand prominenter Musikerkollegen wie Madonna und Bruce Springsteen halfen nicht, den Boykott und die Empörung zu stoppen. Die Dixie Chicks entschieden sich darauf für den Kampf als Künstler. Das absolut hörenswerte Album „Taking the long way“ aus dem Jahre 2006 zeigt zumindest, dass sie diesen Kampf für sich nicht verloren haben. Zu dieser bemerkenswerten Geschichte gibt es einen spannenden Dokumentarfilm: „Dixie Chicks –Shut up and sing!“ Claus Kleber vom Heute Journal würde sagen: Absolut sehenswert (nicht nur für Fans der Dixie Chicks). Hier der Trailer zum Reinschnuppern.

Wie bereits erwähnt gelang ihnen also mit dem Album „Taking the long way“ im Jahr 2006 ein eindrucksvolles Comeback mit neuem Sound und vielen weiteren ansprechenden Songs. Vor allem das Lied Not ready to make nice liefert einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Trios nach den Ereignissen.

Dies war aber auch das vorerst letzte Studioalbum der Texanerinnen. Der „long way around“ der Band, der mit der Bandgründung im Jahre 1989 begonnen, hatte war damit leider vorerst beendet.

Vorerst … In diesem Jahr erscheint nach 14jähriger Pause ein neues Album der Chicks. Auch dahinter verbirgt sich eine spezielle Geschichte. Gemäß eines alten Vertrages mit der Plattenfirma Sony Music, mit der sich die Künstlerinnen überworfen haben, müssen sie für das Label noch ein Album veröffentlichen. Ursprünglich wollten die Musikerinnen den Vertrag nur mit (unmotiviert) eingespielten Coverversionen erfüllen, entschieden sich letztendlich aber doch für ein vollwertiges Album. Auch das ist Musikbusiness. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was den Damen in dieser speziellen Motivationslage gelungen ist. Zum Reinhören noch der Titelsong des gleichnamigen Albums Gaslighter



Sagt eure Meinung und bleibt standhaft!

Euer DJ Shaepherd 
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Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dixie_Chicks_by_ViVr_016.jpg

Pearl Jam

Alive

Alive von Pearl Jam ist das dritte Gewächs auf meiner Ohrenweide. Für den einen oder anderen mag sich der Song wahrscheinlich wie ein stechender Kaktus anfühlen. Aber für mich wird es langsam Zeit zu meinen musikalischen Wurzeln zu kommen. Zumal es das legendäre Album Ten“ der einzig überlebenden Grunge-Dinos war, das mir den entscheidenden Kick für mein musikalisches Projekt gab. Immerhin rangiert die Platte aus dem Jahr 1991 auf der Liste der besten Alben aller Zeiten auf Platz 42. Das klingt jetzt eher nach einer Platzierung eines deutschen Beitrags beim Eurovision Song Contest, aber wenn man bedenkt, dass Brothers in Arms von den Dire Straits und die Kultscheibe Highway to Hell von ACDC die Plätze 43 und 49 belegen … . So hätte meine Songauswahl auch auf andere Stücke der Platte, wie Even Flow oder Jeremy fallen können, aber ich habe mich aus verschiedenen Gründen für die 90er-Hymne „Alive“ entschieden.

Um was geht es bei dem Song "Alive":

„Alive“! Verdammt nochmal … ich habe allen widrigen Umständen getrotzt und bin noch am Leben. Ich lasse mich so schnell nicht unterkriegen. Das war für über Jahrzehnte hinweg die Botschaft, die mir der charismatische Leadsänger Eddie Vedder mit seinem eindrücklichen und kraftvollen Gesang ins Ohr geschmettert hat. Vielleicht geht es euch dabei ähnlich. Damit lag ich leider ungefähr so falsch, wie ich lange Zeit bei dem Klassiker „No woman, no cry“ von Bob Marley falsch gelegen habe: „Ohne Frauen gibt es kein Grund zum Weinen“. Eigentlich hätte ich ja besser wissen müssen, dass der King of Reggae etwas schlauer ist. Zurück zu eigentlichen Intention von „Alive“.

Eddie Vedder verarbeitet in dem Song seine Jugend. Der Mann, den er 13 Jahre für seinen Vater hält, ist in Wirklichkeit sein Stiefvater. Als er dies von seiner Mutter erfährt ist sein leiblicher Vater bereits tot und er hat keine Chance mehr, seinen Vater kennen zu lernen. Vedder beschreibt in dem bewegenden Song das Gefühl selbst am Leben sein zu müssen, während sein Vater bereits tot ist. Eine trauriges Schicksal. Eddie Vedder schildert jedoch in einem Interview, dass die auch von mir empfundene, trotzig positive Interpretation des Songs der Fans weltweit auch ihn von seinem „Fluch“ befreit und ihm geholfen haben, seinen Frieden mit seiner Kindheit und Jugendzeit zu schließen. Eddie Vedder ist ungebrochen „Alive“ und das ist gut so. Es gibt leider viele Beispiele für Musiker(innen), die an ihrem Leben zerbrochen sind. Um in der Zeit und Musikrichtung zu bleiben ist da ein gewisser Kurt Cobain (Nirvana)zu nennen. Er ist leider an seinem Weltschmerz zerbrochen und nicht mehr „Alive“. Es lohnt sich jedenfalls nicht nur aufgrund dieses Hintergrunds einen Blick durch DJ Shaepherds Brille auf die Person Eddie Vedder zu werfen:

·      Eddie Vedder ist bekannt für sein großes soziales Engagement und seine offenen Worte.

·      Eddie Vedder darf, was die Dixie Chicks nicht durften. Politiker, wie Georg W. Bush und Donald Trump kritisieren. So heißt es im Song „Quick Escape“ : „Crossed the border to Morocco, Kashmir to Marrakesh, the lenghts we had to go to then to find a place Trump hadn’t fucked up yet.“

Hier noch sechs Vedder-Anekdoten.


Letztendlich ist Eddie Vedder aber einfach nur auch ein genialer Musiker und Sänger. Am besten ihr  überzeugt euch selbst davon anhand der folgenden drei Titel nach dem Motto „von gestern bis heute“:

·      Jeremy (live) vom Album Ten (1991)

·      Society vom Soundtrack zu Film „Into the Wild“ (2007)        

·      Dance oft he Clairvoyants vom aktuellen Album Gigaton
        

Positiv denken!

Euer DJ Shaepherd
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Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pearl_Jam_@_O2_-_Flickr_-_p_a_h_(7).jpg